Russisch

Herzlich Willkommen auf den Seiten der Russisch-Fachschaft!

pixabay - moscow 3010344 1920Russisch wird an der Jungmannschule im Rahmen eines Wahlpflichtunterrichts als dritte Fremdsprache in der 8. und 9. Klasse angeboten. Es gibt viele Gründe, um diese exotische Sprache zu lernen:

Russischunterricht schafft wie jeder Fremdsprachenunterricht die Basis für Mehrsprachigkeit sowie für Verstehen und Verständigung bei Begegnungen mit Menschen aus Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Das Erlernen der russischen Sprache kann somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von dem demokratischen Verhalten, von dem Einsatz für Vielfalt und Toleranz und somit zur Förderung der interkulturellen Kompetenz der Jugendlichen in Deutschland und Europa leisten.

Der Russischunterricht eröffnet den Schülerinnen und Schülern über das Erlernen einer weiteren modernen Fremdsprache ein Fenster zum östlichen Teil Europas. Er ermöglicht einen Einblick in einen bedeutenden Wirtschaftsraum mit einer ebenso bedeutenden wie weitgehend fremden Kultur. Wirtschaft, Kultur und Politik haben über Jahrhunderte die wechselvollen deutsch-russischen Beziehungen geprägt.

Mit Russisch lassen sich Kenntnisse über die Mentalität sowie über die historischen und kulturellen Gegebenheiten des modernen Russland unverfälscht gewinnen, das gerade Jugendlichen in seiner Dynamik ein weites Betätigungsfeld im kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich bietet.

Russisch ist eine Weltsprache und wird im Jahr 2019 von ca.154 Millionen Menschen als Muttersprache sowie weiteren 104 Millionen Menschen als Zweitsprache gesprochen. Eine besondere Erscheinung der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland, zu der über vier Millionen russischsprachige Einwanderer gehören, ist die deutsch-russische Zweisprachigkeit. Diese stellt für die Jugendlichen eine Brücke und Ressource zum Erwerb der Abschlüsse in der schulischen und beruflichen Bildung dar.

Russisch ist die Konferenzsprache bei der UNO und ist eine wichtige Arbeitssprache in internationalen Kommunikationssystemen (Flugverkehr, Weltraumforschung). Darüber hinaus ist sie eine herausragende Wissenschaftssprache vor allem in den Naturwissenschaften, in der Medizin und im Ingenieurwesen. Russisch ist die Sprache berühmter Schriftsteller der Weltliteratur wie Pushkin, Lermontow, Gogol, Tolstoj, Turgenew, Pasternak und vielen anderen.

Russischkenntnisse erleichtern den Zugang zu anderen slawischen Sprachen in Ost- , West- und Südosteuropa, wie zum Beispiel Ukrainisch, Polnisch, Tschechisch, Bulgarisch, Kroatisch.

Russischkenntnisse ermöglichen das Studium der Sprache, Literatur und Kultur Russlands an vielen Universitäten in Deutschland und Europa. Durch das gegenseitige Abkommen zwischen Deutschland und Russland verpflichten sich die Regierungen beider Länder zu «umfassenden Bemühungen um die Förderung des Erlernens der Sprache des jeweiligen Partners, zu größtmöglicher Unterstützung des Sprachunterrichts an Bildungseinrichtungen verschiedener Art» sowie um «die Erhöhung der Zahl diese Sprachen Erlernenden» (Sprachabkommen 2003).

Gerade für das Bundesland Schleswig-Holstein ergeben sich aus den Kontakten zu den Ostsee-Staaten, die auf eine lange gemeinsame Tradition seit den Tagen der Hanse zurückzuführen sind, erhebliche Zukunftschancen. Insofern sind Russischkenntnisse auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt von Vorteil. Wer schon als junger Mensch das Land, seine Menschen und seine Sprache über die Schule kennen lernt, kann hier seinen beruflichen Horizont erweitern.

 

Wie wird Russisch gelernt?

Russisch gehört zu den slawischen Sprachen, die den Hauptzweig der indogermanischen Sprachfamilie bilden. Der russischen Sprache kommt durch ihren systematisch gegliederten Formenreichtum ein hoher Bildungswert zu, der dem der alten Sprachen gleichkommt: Endungen müssen beachtet, grammatische und logische Beziehungen im Satz erkannt werden. Auch beim Alphabet wird die offensichtliche Verwandtschaft mit den griechischen und lateinischen Buchstaben erkannt. Die kyrillische Schrift, die anfangs exotisch und fremdartig wirkt, wird dem Lernenden bereits nach einem Monat vertraut sein. Wegen der weitgehenden Übereinstimmung von Aussprache und Schriftbild erübrigt sich jede Lautschrift. Im Wortbestand gibt es viele Beispiele für Entlehnungen aus den germanischen und romanischen Sprachen, es dominieren aber klar die slawischen Wortstämme. Das Russische wird als gesprochene Sprache nach den Grundsätzen des neusprachlichen Unterrichts vermittelt.

Der Russischunterricht zielt auf Erweiterung der interkulturellen fremdsprachlichen Handlungsfähigkeit für die außerschulische Wirklichkeit ab. Dieses Ziel wird verfolgt, indem die Schülerinnen und Schüler das Russische möglichst im Rahmen motivierender, lebensnaher kommunikativer Aufgabenstellungen erleben und verwenden. In diesem Sinne ist Russischunterricht stets handlungs-, lerner- und prozessorientiert. Der Russischunterricht in Schleswig-Holstein basiert auf Prinzipien, die den Erwerb von funktional kommunikativen, methodischen und interkulturellen Kompetenzen fördern.

Im Russischunterricht findet verstärkt die Förderung der Text- und Medienkompetenz statt, fokussiert auf die Kommunikation in alltäglichen Situationen und Verständigung über Inhalte, die sich an authentischen Texten und Medien allmählich ansteigenden Schwierigkeitsgrades orientieren. Mit dem Abschluss der Lehrbuchphase stehen literarische Kleinformen und schriftliche Textbearbeitung im Mittelpunkt.

Eine Übersicht moderner und attraktiver digitaler Lehr- und Lernmaterialien ist auf https://fachportal.lernnetz.de/distancelearning-rus.html verfügbar. Darunter findet man auch die Informationen zu den Möglichkeiten der gemeinsamen Lehrer-Schüler-Fortbildungen zur Stärkung der Medienkompetenz sowie zu der Mitwirkung bei einem deutsch-russischen Schülerblog, der 2020 mit dem Ziel der Vernetzung der Russischlernenden in Schleswig-Holstein gegründet wurde und ein offenes Angebot für alle interessierten Schülerinnen und Schüler darstellt.

Zur Erweiterung des schulischen Horizontes finden regelmäßig landesübergreifende Sprachwettbewerbe «Bundescup Russisch spielend lernen», Bundeswettbewerb Fremdsprachen sowie Russisch-Olympiaden statt, die bis nach Moskau führen. Austausch-, Schul- und Schülerprojekte gibt es bereits an vielen schleswig-holsteinischen Schulen, nicht nur im Gymnasialbereich. Erleichtert werden diese Aktivitäten durch ein Staatsabkommen über Jugendbegegnungen, die Stiftungen «Deutsch-Russischer Jugendaustausch» in Hamburg, «Erinnerung, Verantwortung, Zukunft» und «West-Östliche Begegnungen» in Berlin unterstützen entsprechende Initiativen in allen Bundesländern finanziell.  

 

Abschlüsse:

Der Russischunterricht führt zu definierten Niveaustufen, die nach Teilfertigkeiten aufgegliedert im Europäischen Portfolio der Sprachen dokumentiert werden können und damit europaweit vergleichbar sind. Nach zwei Jahren Russischunterricht wird das Sprachniveau A2/ A2+ nach dem GeR angestrebt.

Russischlernende können sich ihre Kenntnisse mit einem außerschulischen Sprachendiplom nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen zertifizieren lassen. Schulische Russischkenntnisse liefern die Voraussetzungen für den Erwerb von international anerkannten Sprachzertifikaten, die zunehmend von Hochschulen und Wirtschaft gefordert werden: die Sprachenzertifikate TEU und TBU für Grundkenntnisse (A1/A2)/ erweiterte Grundkenntnisse (A2/B1), das Sprachzertifikat TRKI mit vier Zertifikatsstufen (B1-C2), das KMK-Fremdsprachenzertifikat, Sprachzertifikate «telc Русский язык», die auf 4 Stufen (von A1 bis B2) Russischkenntnisse attestieren. Die Prüfungen können von Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein über die Schule zu Sonderkonditionen abgelegt werden.

 

Schulinternes Fachcurriculum Russisch

Dem Russischunterricht zugrundeliegendes Differenzierungsprinzip ermöglicht einen individualisierten Umgang mit verschiedenen Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler. Diese Herangehensweise ist durch eine besondere Form von Heterogenität im Russischunterricht an der Jungmannschule bedingt. In der Regel lernen in einem gemeinsamen Präsenzunterricht die Schülerinnen und Schüler Russisch als dritte Fremdsprache, einige davon sprechen Russisch als Erst- oder Zweitsprache. Dabei kann man den unterschiedlichen Bedürfnissen der Lernenden sowohl durch eine starke Binnendifferenzierung im Unterricht als auch durch zusätzliche außerschulische Förderangebote gerecht werden. Im Unterricht werden alle Sprachniveaustufen einzelner Lernenden berücksichtigt, wobei die in den Fachanforderungen ausgewiesenen Vorgaben zu den Niveaus in den entsprechenden Jahrgängen ausschlaggebend für die Leistungsmessung und – bewertung sind.

Die im schuliternen Fachcurriculum Russisch festgelegten Themen orientieren sich an den in den Fachanforderungen ausgewiesenen Themenbereichen und werden der Sprachstufen A1/A2 ( 8. Klasse) , A2+/B1( 9. Klasse) zugeordnet.

Die wichtigsten grammatischen Phänomene der russischen Sprache werden den ausgewählten Themenbereichen der FA zugeordnet und überwiegend induktiv in Anlehnung an die erwerbsorientierte Methode nach Ziegésar behandelt.


Inhalte und Themen


 

Differenzierung im Russischunterricht

Binnendifferenzierung wird als Unterrichtsprinzip verstanden, das bei unterschiedlichen Voraussetzungen einen möglichst großen Könnens- und Wissenszuwachs bei allen Schülerinnen und Schülern anstrebt. Das Ziel von Binnendifferenzierung ist nicht, die Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe in ihren Leistungen zu vereinheitlichen, sondern sich ihrer Individualität bewusst zu sein und diese in den unterrichtlichen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Binnendifferenzierung bedeutet somit, dass zwar zielgleich gearbeitet wird, aber unterschiedliche Wege eröffnet werden, um das entsprechende Ziel zu erreichen.

 

Leistungsmessung und -bewertung

Zur exakten Ermittlung des Lernstands, passgenauen Leistungsüberprüfung und individuellen Begleitung und Förderung dienen kompetenzorientierte Klassenarbeiten, in deren Rahmen die Schülerinnen und Schüler nachweisen, dass sie über die zur Lösung einer komplexen Anwendungssituation erforderliche Kompetenz beziehungsweise erforderlichen Kompetenzen verfügen.

Werden in einem Leistungsnachweis mehrere Teilkompetenzen überprüft, sollte in jeder einzelnen Aufgabenstellung jeweils nur eine Teilkompetenz berücksichtigt werden, um das Leistungsniveau zuverlässig zu ermitteln und eine eindeutige Fehlerdiagnose zu ermöglichen.

Dem ersten Leistungsnachweis im Schuljahr und in einer neuen Lerngruppe kommt eine besondere Bedeutung zu. Er dient dazu, das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler zu situieren. Das aus dem Ergebnis abgeleitete Aufzeigen von Lernstrategien zur Sicherung und Erweiterung der Kompetenzen ist an dieser Stelle von besonderer Bedeutung.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten auf der Grundlage des Ergebnisses des Leistungsnachweises konstruktive Hilfestellung, um ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten selbstverantwortlich zu sichern oder zu erweitern.

Eine prozessorientierte Lernbegleitung stellt eine effektive Möglichkeit der Binnendifferenzierung dar. Auf der Grundlage gezielter Aufgabenstellungen arbeitet die Schülerin beziehungsweise der Schüler an individuellen Schwerpunkten, um die vorhandenen Kompetenzen in diesem Bereich zu stärken, zu erweitern oder zu vertiefen.

Das nachfolgende Kompetenzraster wird im zweiten Lernjahr eingesetzt, um den Schülerinnen und Schülern eine differenzierte Rückmeldung zum Leistungsstand in den einzelnen Teilkompetenzen zu erteilen und konkrete Ziele individuell festzuhalten:

 

Teilkompetenz der funktionalen kommunikativen Kompetenz
 - Rückmeldung - 
 - Zielvereinbarung - 

Hör- und Hörsehverstehen

- Informationen aus Hör- und Hörsehtexten entnehmen und wiedergeben;

- Redebeiträgen und Diskussionen folgen

 

 

Leseverstehen

- Alltagstexten wichtige Informationen entnehmen;

- persönliche Mitteilungen erfassen

 

 

Verfügen über die sprachlichen Mittel

- über einen gesicherten Grundwortschatz verfügen

- über ein hinreichend breites Spektrum sprachlicher Mittel verfügen

- (komplexe) Satzstrukturen verwenden, um kohärente Texte zu verfassen

 

 

Sprachmittlung

- wesentliche Inhalte authentischer schriftlicher / mündlicher Quellen schriftlich / mündlich wiedergeben

- sprachliches, thematisches u. interkulturelles Wissen anwenden

 

 

Schreiben

- Texte auf der Grundlage verschiedener Vorgaben und ggf. unter Rückgriff auf vorgegebene Redemittel verfassen

 

 

Sprechen

- an Gesprächen über Alltagssituationen teilnehmen

- Zusammenhängendes Sprechen z. B. Inhalte mit einfachen sprachlichen Mitteln wiedergeben;

- Gegenstände und Personen mit einfachen sprachlichen Mitteln beschreiben

 

 

 

 

 

 Zu den aktuellen 
CORONA-NEWS »

 

Kontakt

 

Telefon_Icon.jpg

Tel. 04351 - 7326-0

Fax 04351 - 7326-50

 

Mail_Icon.jpg

Sekretariat

 

Adresse_Icon.jpg

Sauerstraße 16

24340 Eckernförde
 »Impressum
 »Datenschutz

 

Termine

55281.svg.png

Termine-PDF

No events
© 2021 Jungmannschule Eckernförde | www.jms-eck.de | Designed By WarpTheme